Harald Schumacher (07/72 - 06/87)

1981 - 1982

Geb.-Datum:  06.03.1954

Geburtsort: Düren /D

Nationalität: Deutschland

Vom achten bis achtzehnten Lebensjahr spielte Schumacher für seinen Heimat- und Jugendverein Schwarz-Weiß Düren. Im Endspiel um die Mittelrhein-Meisterschaft 1971/72 in Elsdorf, das mit 0:1 gegen den amtierenden A-Jugendmeister 1. FC Köln verloren wurde, fiel er mit sehr guten Leistungen auf, so dass Jupp Röhrig (Entdecker und Vorgänger von Christoph Daum) ihn für den Profi-Kader der „Geißböcke“ gewinnen konnte. In seiner ersten Profi-Saison ohne Einsatz in der Bundesliga geblieben, debütierte er in der Folgesaison am 8. September 1973 (6. Spieltag) beim 2:2-Unentschieden im Heimspiel gegen den VfL Bochum. Sein erster Gegentreffer war der in der 69. Minute von Werner Balte verwandelte Strafstoß zum 2:1-Anschlusstreffer. Bis Saisonende 1986/87 folgten 421 weitere Erstligaspiele für den 1. FC Köln, für den er auch 34 nationale und 55 internationale Pokalspiele bestritt. In der Saison 1987/88 wechselte Schumacher zum Bundesligisten FC Schalke 04, für den er 33 Mal das Tor hütete und anschließend in die Türkei zum Erstligisten Fenerbahçe Istanbul. Dort wurde er zum Publikumsliebling und führte das Team als Mannschaftskapitän auf Anhieb zur türkischen Meisterschaft. Nach drei Spielzeiten kehrte er nach Deutschland zurück und erhielt eine Anstellung beim FC Bayern München um den Ausfall des Stamm- bzw. Ersatztorwarts Raimond Aumann bzw. Sven Scheuer zu kompensieren. Seinen letzten Erstligaeinsatz (und das als Torwarttrainer) bestritt er für Borussia Dortmund am 18. Mai 1996 (34. Spieltag), als er in der 88. Minute für „Teddy“ de Beer beim 3:2-Heimspielerfolg über den SC Freiburg eingewechselt wurde und somit seine zweite deutsche Meisterschaft gewann.

Schumacher trug das Trikot der Nationalmannschaft erstmals am 28. November 1971 in Kopenhagen im UEFA-Qualifikationsspiel gegen Dänemark, welches die DFB-Jugendauswahl mit 4:0 Toren gewann. Es folgten fünf weitere Einsätze, wobei er letztmalig am 19. April 1972 in Mannheim beim 3:2-Sieg über die Niederlande zum Einsatz kam. Für die B-Nationalmannschaft bestritt er drei Spiele; erstmals am 10. Oktober 1978 in Pilsen bei der 1:2-Niederlage gegen die Tschechoslowakei mit der Einwechslung für Rudi Kargus, letztmalig am 16. Oktober 1979 in Koblenz beim 9:0-Sieg über die A-Nationalmannschaft Luxemburgs. Für die A-Nationalmannschaft hatte er in Reykjavik am 26. Mai 1979 beim 3:1-Erfolg über Island seine Premiere, als er zur zweiten Halbzeit für Sepp Maier ins Tor beordert wurde.

Mit der Teilnahme an vier großen Turnieren gelang ihm drei mal der Einzug ins Endspiel: 1980 wurde er in Rom mit der A-Nationalmannschaft Europameister, 1982 und 1986 unterlag man Italien bzw. Argentinien bei der Weltmeisterschaft. Im Elfmeterschießen gegen Frankreich 1982 und gegen Mexiko 1986 hielt er jeweils zwei Elfmeter. Schumacher räumte ein, dass er im Endspiel gegen Argentinien allein für das erste Gegentor verantwortlich gewesen sei. Aufgrund seiner überragenden Leistungen während des gesamten Turniers wurde er zum besten Torhüter und zum zweitbesten Spieler (nach Maradona) des Turniers gewählt. Sein letztes Länderspiel bestritt er am 15. Oktober 1986 in Hannover beim 2:2-Unentschieden gegen Spanien.

Nach Beendigung seiner aktiven Laufbahn 1992 wurde er erst Torwarttrainer bei den Bayern, dann bei Borussia Dortmund. Dort wurde er im letzten Spiel der Saison 1995/96 kurz vor Schluss eingewechselt und durfte so seine zweite deutsche Meisterschaft als Spieler feiern.

Als Torwarttrainer war Schumacher sehr erfolgreich; seine Schützlinge Raimond Aumann (FC Bayern München) , Stefan Klos (Borussia Dortmund) und Hans-Jörg Butt (FC Bayern München) wurden Deutscher Meister.

Im Sommer 1998 löste er seinen früheren Mitspieler Bernd Schuster als Trainer beim Zweitligisten SC Fortuna Köln ab. Hier wurde er im Dezember 1999 in der Halbzeit – beim Spielstand von 0:2 gegen den SV Waldhof Mannheim – von Präsident Jean Löring mit dem Kommentar „Du hast hier nichts mehr zu sagen, du Wichser!“ – entlassen. Unter Cheftrainer Berti Vogts übernahm er, ebenso wie Pierre Littbarski, im Januar 2001 einen Co-Trainerposten bei Bayer 04 Leverkusen, für die er bis 2003 tätig war. Seitdem hat sich Schumacher aus dem Fußballgeschäft zurückgezogen und ist heute Geschäftsführer und Teilhaber der Sportmarketingagentur Sports First in Köln. Des Weiteren ist er bei großen Turnieren als Experte bei ARD/ZDF zu sehen.

 

Stand: September 2010
Quellen: Im Zeichen des Geißbocks - Verlag Die Werkstatt

Als der Geißbock Moped fuhr - Verlag Die Werkstatt

Wilkipedia

  

[zurück]

© 2005-2011 Koelsche-Boecke.de | Impressum

Sponsor:   MSE-Connection > Veranstaltungs- und Künstleragentur, Sicherheitsdienst und Verleihservice in Bornheim
www.mse-connection.de



 
 
 

Aktuelles

Tipp der Woche:

 

Suchmaschine