Christoph Daum (09/86-06/90 und 11/06 - 06/09)

Geb.-Datum: 24.10.1953

Geburtsort: Zwickau /D

Nationalität:

Christoph Daum begann seine Fußballerkarriere 1971 in der Jugendmannschaft bei SF Hamborn 07, wechselte dann 1972 zu Eintracht Duisburg, spielte während seiner Studienzeit im Lehrerturnverein Duisburg sowie ab 1975 beim 1. FC Köln, wo er bei den Amateuren zum Einsatz kam.

1981 wurde Daum Amateurtrainer beim 1. FC Köln. In der Saison 1985/86 wurde er zum Co-Trainer und 1986 zum Cheftrainer der Bundesligamannschaft des 1. FC Köln befördert. Er führte den Verein zurück in die Spitzengruppe und wurde einmal Dritter (1988) und zweimal Vizemeister (1989 und 1990). Während der Weltmeisterschaft 1990 wurde Daum vom damaligen Präsidenten Dietmar Artzinger-Bolten entlassen. Während damals offiziell keine Begründung für die Entlassung Daums genannt wurde, sagte Artzinger-Bolten nach Bekanntwerden von Daums Kokain-Affäre im Jahr 2000: "Ich fühle mich bestätigt, daraus können Sie Ihre Schlüsse ziehen.“ Damit deutet er an, dass zum damaligen Zeitpunkt bereits der Kokain-Konsum Daums zur Entlassung führte.

Im November 1990 wechselte Daum zum VfB Stuttgart, mit dem er 1992 den Meistertitel der Fußball-Bundesliga errang.

In der Folgesaison unterlief Daum in der ersten Runde des Europapokals gegen Leeds United am 30. September 1992 ein Fehler: Er wechselte einen (damals nicht gestatteten) vierten Ausländer ein. Das Spiel wurde nach einem Protest von Leeds mit 3:0 statt 4:1 für Leeds gewertet. Da der VfB das Hinspiel 3:0 gewonnen hatte, wurde ein Entscheidungsspiel auf neutralem Boden angesetzt und der Verein schied nach der Niederlage im fast leeren Stadion Camp Nou in der ersten Runde der UEFA Champions League aus. Damit verpasste der VfB die Teilnahme an den neu geschaffenen Gruppenspielen. In der Winterpause 1993/94 musste Daum den Verein verlassen.

Ab 1994 arbeitete Daum beim türkischen Fußballverein Beşiktaş Istanbul, bevor er zwei Jahre später nach Deutschland zurückkehrte und von Bayer 04 Leverkusen als Trainer verpflichtet wurde. Aufgrund der sogenannten Kokain-Affäre wurde Christoph Daum 2000 in Leverkusen entlassen.

Er wechselte erneut zu Beşiktaş Istanbul (März 2001 bis Mai 2002) und anschließend zum FK Austria Wien (Oktober 2002 bis Juni 2003). Mit dem Verein holte er die österreichische Meisterschaft. Ab 1. Juli 2003 arbeitete Christoph Daum als Cheftrainer bei Fenerbahçe Istanbul, der 2004 und 2005 türkischer Meister wurde. Zum Ende der Saison 2005/06 reichte Daum aus gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt ein.

Am 27. November 2006 wurde Daum zum zweiten Mal Trainer des 1. FC Köln, mit dem er im Mai 2008 den Aufstieg in die 1. Bundesliga schaffte. Daums Vertrag lief zwar noch bis 2010, hatte aber eine Sonderkündigungsklausel für den Ablauf der Saison 2008/09, von welcher er fristgemäß zum 31. Mai 2009 Gebrauch machte und den Verein zum 30. Juni 2009 verließ.

Seit Juli 2009 war Daum erneut Trainer bei Fenerbahçe Istanbul. Er sah darin eine größere Herausforderung (Champions League) und bessere Möglichkeiten als beim 1. FC Köln, wo er von seiner Ausstiegsklausel Gebrauch machte. Am 25. Juni 2010 wurde bekannt, dass sich Daum und der Verein auf eine vorzeitige Vertragsauflösung geeinigt haben.

Seit dem 23. März 2011 ist Christoph Daum Trainer der Bundesligamannschaft von Eintracht Frankfurt. Er übernahm den Posten von Michael Skibbe, der mit der Mannschaft in der Rückrunde der Bundesligasaison 2010/11 nicht an die Erfolge aus der Hinrunde anknüpfen konnte und in die Nähe der Abstiegsränge abgerutscht war.

 

Stand: April 2011
Quellen: Im Zeichen des Geißbocks - Verlag Die Werkstatt

Als der Geißbock Moped fuhr - Verlag Die Werkstatt

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