Zvonimir Soldo (07/09 - 10/10)

Geb.-Datum: 02.11.1967

Geburtsort: Zagreb /CRO

Nationalität:

Soldo begann als Jugendlicher beim Stadtteilklub NK Zagreb mit dem Fußballspiel. 1988 wechselte er zum kroatischen Erstligaklub Dinamo Zagreb, bei dem er sich jedoch nicht durchsetzen konnte. Nach zwei Jahren verließ er Dinamo und kam über die Stationen NK Zadar und Inter Zaprešić 1994 wieder zu Dinamo Zagreb, das nun Croatia Zagreb hieß, wo ihm diesmal aber der Durchbruch gelang. In seiner Zeit bei Croatia wurde Soldo auch erstmals in die kroatische Fußballnationalmannschaft berufen.

1996 wechselte Soldo zum VfB Stuttgart, für den er zehn Jahre aktiv war. Mit dem VfB Stuttgart gewann er den DFB-Pokal 1997 und erreichte 1998 das Finale im Europapokal der Pokalsieger, das seine Mannschaft mit 0:1 gegen den FC Chelsea verlor. Für die Saison 2006/07 erhielt Soldo keinen neuen Vertrag und beendete daraufhin seine Karriere.

Im Juli 2007 wurde Soldo Jugendtrainer bei Dinamo Zagreb. Im Januar 2008 wurde er Cheftrainer der Profimannschaft von Dinamo, mit der er im April, sechs Spieltage vor Saisonende, die Meisterschaft in der kroatischen Liga und außerdem den kroatischen Pokal gewann. Nach diesen Erfolgen verkündete er seinen Rücktritt. Seit 12. Juni 2009 ist Soldo Cheftrainer des 1. FC Köln und beerbt damit Christoph Daum.

Soldo unterschrieb einen Zweijahresvertrag in Köln und erreichte in der Saison 2009/10 mit dem Verein Platz 13 der deutschen Fußball-Bundesliga. Er betrieb in dieser Saison eine deutlich defensiv ausgerichtete Spielweise, die darauf basierte, den Gegner konsequent vom eigenen Strafraum fernzuhalten. Dadurch konnte seine Mannschaft des öfteren, vor allem auswärts, überraschend Punkte sammeln. Kritisiert wurde, dass diese Taktik häufig zu ereignis- und chancenarmen Partien führte, die für das Stadion- und Fernsehpublikum wenig attraktiv seien. Nach einem schwachen Start in die Saison 2010/11 wurde er am 24. Oktober 2010, als der Verein am 9. Spieltag auf Platz 17 der Tabelle stand, vorzeitig entlassen.

Soldo war vor allem dafür bekannt, im defensivem Mittelfeld die gegnerischen Spielmacher auszuschalten. So konnte er im Halbfinale der WM 1998 Zinédine Zidane aus dem Spiel nehmen, so dass der spätere Weltmeister Frankreich am Rande einer Niederlage stand. Auch die Spielmacher der Bundesliga taten sich gegen Soldo oft schwer. Sebastian Deisler schreibt in seiner Biographie, beispielsweise, dass Soldo sein härtester Gegenspieler war. Offensiv setzte er jedoch nur selten Akzente, obwohl er für einen großgewachsenen Spieler technisch recht versiert war.

 

Stand: Oktober 2010
Quellen: Im Zeichen des Geißbocks - Verlag Die Werkstatt

Als der Geißbock Moped fuhr - Verlag Die Werkstatt

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