Huub Stevens (06/04 - 06/05)

Geb.-Datum: 29.11.1953

Geburtsort: Sittard /NL

Nationalität:

Als Spieler war er für Fortuna Sittard und PSV Eindhoven in der Innenverteidigung aktiv. 1978 gewann er mit Eindhoven den UEFA-Pokal.

Von 1979 bis 1985 wurde er 18 Mal in die niederländische Fußballnationalmannschaft berufen.

Zu Beginn der 1990er Jahre absolvierte Stevens in Köln seine Trainerausbildung und hospitierte unter anderem bei Jörg Berger.

1993 begann er seine Trainerlaufbahn bei Roda JC Kerkrade und führte den Verein mehrmals in den UEFA-Cup.

Am 9. Oktober 1996 wurde er völlig überraschend Trainer des FC Schalke 04. In seiner ersten Saison reichte es in der Bundesliga zwar nur zu Platz 12, doch Schalke 04 konnte den UEFA-Cup gewinnen. Die beiden Finalspiele gegen Inter Mailand sind legendär, und die Schalker Mannschaft um den Belgier Marc Wilmots wurde als „Eurofighter“ bekannt. 1997/98 erreichte der FC Schalke 04 in der Bundesliga einen UEFA-Cup-Platz und schied im Viertelfinale des UEFA-Pokals aus. Es folgten zwei schwache Jahre (Platz 10 und 14).

In der Saison 2000/2001 gelang es Stevens, ein neues Team mit Spielern wie Andreas Möller und Ebbe Sand aufzubauen. Schalke verpasste die Deutsche Meisterschaft erst in den letzten Sekunden des letzten Spieltages. Zudem wurde der DFB-Pokal 2001 gewonnen. Stevens und Schalke konnten diesen Erfolg 2002 wiederholen, doch Schalke schied in der Vorrunde der Champions League aus und landete in der Bundesliga nach einer schwachen Hinrunde auf Platz 5. Bereits in der Winterpause gab Stevens bekannt, dass er zum Saisonende zum Ligakonkurrenten Hertha BSC wechseln würde. Anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Vereins im Jahr 2004 wählten mehr als 10.000 Anhänger des FC Schalke 04 ihre Mannschaft des Jahrhunderts.Zum Trainer dieses Teams erkoren sie Huub Stevens.

Zur Saison 2004/2005 unterschrieb Stevens einen Vertrag beim Bundesliga-Absteiger 1. FC Köln, mit welchem er zum Saisonende als Tabellenerster in die Bundesliga aufstieg. Stevens verließ jedoch den Verein, um öfter bei seiner schwer kranken Ehefrau in den Niederlanden zu sein.

2005 kehrte Stevens zu seinem Stammverein Roda JC Kerkrade in die Niederlande zurück. Die Saison 2005/06 wurde auf Platz 8 der niederländischen Eredivisie abgeschlossen. Die neue Saison verlief ähnlich, und am 2. Februar 2007 löste Huub Stevens seinen Vertrag auf, um zum deutschen Bundesligisten Hamburger SV zu wechseln.

Am 2. Februar 2007 wurde Stevens Trainer des Hamburger SV, den er innerhalb von 15 Spielen vom letzten Platz über den UI-Cup in den UEFA-Pokal führte. Sein Vertrag lief bis zum Ende der Saison 2007/08. In seinem letzten Spiel als HSV-Trainer wurde der Karlsruher SC mit 7:0 geschlagen – der zweithöchste Sieg der Hamburger in der Bundesliga.

Ab der Saison 2008/2009 wurde Stevens Trainer des PSV Eindhoven. Er verlängerte nicht in Hamburg, um in die Niederlande zu seiner kranken Frau zurückzukehren. Stevens unterschrieb in Eindhoven einen Zweijahresvertrag bis 2010, von dem er jedoch bereits am 28. Januar 2009 zurücktrat. Zu diesem Zeitpunkt stand Eindhoven lediglich auf Platz fünf der Eredivisie, 15 Punkte hinter dem Spitzenreiter. Grund der Erfolglosigkeit sei gewesen, dass es zwischen ihm und der Mannschaft „nicht ‚klick‘ gemacht“ habe, sagte Stevens.

Als Trainer des FC Red Bull Salzburg durfte Huub Stevens 2010 den ersten Meistertitel seiner Karriere feiern.Seit Anfang der Saison 2009/10 arbeitet Huub Stevens als Trainer bei Red Bull Salzburg, wo er einen Zweijahresvertrag hat. Als ersten großen Erfolg feierte er am 4. August 2009 den Sieg in der 3. Runde der Champions-League-Qualifikation über Dinamo Zagreb, der für den Verein in der Ära „Red Bull“ das erstmalige Einziehen in einen internationalen, europäischen Bewerb bedeutete. Das Team schaffte in seiner Gruppe in sechs Spielen überraschend ebenso viele Siege und zog damit als Gruppensieger in die Runde der letzten 32 Teams ein. In Salzburg beendete er die Saison 2009/2010 als Tabellenerster und wurde damit zum ersten Mal in seiner Trainerlaufbahn Meister in einer obersten Spielklasse. Dieser Erfolg bescherte ihm den Titel zum Trainer des Jahres 2010 in Österreich.

 

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